Artikel aus dem Ressort Extreme Rechte

Ein Rückblick auf fünf Jahre „Rheinwiesenlagerkampagne“

Am 23. November marschierten zum fünften Mal in Folge Neonazis durch das rheinland-pfälzische Remagen. Mit rund 230 Teilnehmenden gelang es den Neonazis, zum fünfjährigen Bestehen der „Rheinwiesenlagerkampagne“ deutlich mehr Neonazis nach Remagen zu mobilisieren als noch im Vorjahr. Anlass genug, um Bilanz zu ziehen und die Hintergründe und Entwicklungen der Aktivitäten rund um den alljährlichen „Trauermarsch“ in Remagen zu beleuchten. 

Neonazi unter der Lupe: Markus Walter

Markus Walter weist mittlerweile eine rund 20-jährige „Karriere“ in der extremen Rechten auf. Diese reicht vom militanten Neonazismus Anfang der 1990er Jahre hin zum heutigen Parteifunktionär der NPD. Im Juli 2013 wurde Walter zum rheinland-pfälzischen Landesvorsitzenden gewählt.

Zum Abschneiden extrem rechter Parteien bundesweit und in NRW

In den letzten zwei Jahren war es fast schon zum Ritual geworden: Kaum waren bei einer Landtagswahl die Stimmen ausgezählt und die NPD-Akteure als Verlierer vom Platz geschickt, hob auf den Internetseiten der Szene und in Facebook-Einträgen die Kritik an Parteichef Holger Apfel an: Dessen „seriöse Radikalität“ sei zu lasch; im Grunde genommen sei der Vorsitzende eher der Totengräber der NPD. Nach der Bundestagswahl aber herrschte erst einmal weithin Ruhe.

Landtagswahl in Hessen und Bundestagswahl in Hessen und Rheinland-Pfalz

Trotz des desolaten Zustands der Partei hat die NPD bei der hessischen Landtagswahl gut 11.000 Stimmen hinzugewinnen und ihr Ergebnis von 0,9 auf 1,1 % steigern können. Sie kommt damit in den Genuss staatlicher Parteienteilfinanzierung. Bei der zeitgleichen Bundestagswahl kam die NPD in Hessen und in Rheinland-Pfalz ebenfalls auf jeweils 1,1 Prozent.

Terror-Truppe oder Reste-Rampe?

„Alle Bestandteile, die zum Rechtsterrorismus führen können, vor allen Dingen die Bewaffnung“ sieht Wolfgang Wieland, Obmann der „Grünen“ im NSU-Untersuchungsausschuss, bei der Organisation „Neue Ordnung“ (NO) gegeben. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe ermittelt wegen Gründung einer terroristischen Vereinigung. Doch was und wer ist die „Neue Ordnung“ eigentlich?

Das „Freie Netz Hessen“ zwischen Größenwahn und Jammerei

Zum stolzen Gewinner des Gewinnspiels der Monatsschrift des „Freien Netzes Hessen“ (FNH) wird im April Florian W. gekürt. Er konnte die spannende Frage beantworten, wie schwer die Aufkleber aller Auflagen der „Israel mordet!-Kampagne des FN Hessen“ insgesamt waren. Eine kreative und ansprechende Aktion, könnte man meinen – wäre der Gewinner nicht auch gleichzeitig einer der Macher_innen der Monatsschrift.

Die NPD in RLP vor der Bundestagswahl

Der rheinland-pfälzische Landesverband der NPD bereitet sich auf die Bundestagswahl 2013 und die Kommunalwahl 2014 vor. Nachdem der Landesverband zu Beginn des Jahres völlig neu strukturiert worden war, fand am 1. Juni der Landeslistenparteitag im Donnersbergkreis statt.

Von „Hausverbot“ zu „Kategorie C“

Seit Beginn dieses Jahres ist die Bremer Rechtsrock- und Hooliganband „Kategorie C“ zu fünft unterwegs. Nachdem der Gitarrist Rainer Friedrichs und der Schlagzeuger „Macke“ die Band Ende des letzten Jahres aus persönlichen Gründen verlassen hatten, rückten die drei Odenwalder Marcel Achtstätter, Florian Keil und Julian Keil nach. Die drei Neulinge sind gerade einmal Anfang 20, konnten jedoch im letzten Jahr mit ihrer Band „Hausverbot“ erste Erfahrungen in der Szene sammeln.

Foto: Ultras Aachen
Rechte Fan- und Hooliganstrukturen im Aufwind?

Viel zu lesen war in den vergangenen Wochen und Monaten von einer möglichen Rückkehr der Neonazis in die Fankurven. Abgesehen davon, dass sie streng genommen nie wirklich weg waren und es mancherorts extrem rechte Fanstrukturen gibt, die durchgängig seit den frühen achtziger Jahren bestehen, ist diese These nicht ganz von der Hand zu weisen.

„Die Republikaner“ in NRW

Es gibt sie noch: die nordrhein-westfälischen Republikaner. Allerdings stehen sie im Schatten von pro NRW, an die sie auch wichtige Funktionäre verloren haben. Dem Trommeln der pro-Crew für eine rechte Einheit unter Ausschluss bekennender Neonazis geben sie aber bisher nicht nach. Mit übergroßen Worten wird auf die anstehenden Wahlen zugesteuert: „Wir Republikaner sind eine vaterländische Bewegung, die die Fackel der Freiheit und Selbstbehauptung gegen Volksverdummung, Ausbeutung und Multikulturalismus hochhält und weiterträgt.“