Artikel aus dem Ressort Extreme Rechte

Die NPD in RLP vor der Bundestagswahl

Der rheinland-pfälzische Landesverband der NPD bereitet sich auf die Bundestagswahl 2013 und die Kommunalwahl 2014 vor. Nachdem der Landesverband zu Beginn des Jahres völlig neu strukturiert worden war, fand am 1. Juni der Landeslistenparteitag im Donnersbergkreis statt.

Von „Hausverbot“ zu „Kategorie C“

Seit Beginn dieses Jahres ist die Bremer Rechtsrock- und Hooliganband „Kategorie C“ zu fünft unterwegs. Nachdem der Gitarrist Rainer Friedrichs und der Schlagzeuger „Macke“ die Band Ende des letzten Jahres aus persönlichen Gründen verlassen hatten, rückten die drei Odenwalder Marcel Achtstätter, Florian Keil und Julian Keil nach. Die drei Neulinge sind gerade einmal Anfang 20, konnten jedoch im letzten Jahr mit ihrer Band „Hausverbot“ erste Erfahrungen in der Szene sammeln.

Foto: Ultras Aachen
Rechte Fan- und Hooliganstrukturen im Aufwind?

Viel zu lesen war in den vergangenen Wochen und Monaten von einer möglichen Rückkehr der Neonazis in die Fankurven. Abgesehen davon, dass sie streng genommen nie wirklich weg waren und es mancherorts extrem rechte Fanstrukturen gibt, die durchgängig seit den frühen achtziger Jahren bestehen, ist diese These nicht ganz von der Hand zu weisen.

„Die Republikaner“ in NRW

Es gibt sie noch: die nordrhein-westfälischen Republikaner. Allerdings stehen sie im Schatten von pro NRW, an die sie auch wichtige Funktionäre verloren haben. Dem Trommeln der pro-Crew für eine rechte Einheit unter Ausschluss bekennender Neonazis geben sie aber bisher nicht nach. Mit übergroßen Worten wird auf die anstehenden Wahlen zugesteuert: „Wir Republikaner sind eine vaterländische Bewegung, die die Fackel der Freiheit und Selbstbehauptung gegen Volksverdummung, Ausbeutung und Multikulturalismus hochhält und weiterträgt.“

Die „Burschenschaft Germania Halle“ zu Mainz bleibt sich treu

„An der Universität versuchen wir einen konservativen Gegenpol zu den größtenteils links eingestellten Studentenvertretern zu bilden“, so ein Mit­glied der „Burschenschaft Germania Halle zu Mainz“, das sich Thorsten Schul­ze nennt, in einem Interview in einer der letzten Ausgaben der Zeit­schrift Unipress, die vom AStA der Uni Mainz herausgegeben wird. Auch die in Verbindungskreisen verbreitete Verschwörungstheorie von der antikorporierten Medienmacht darf der Burschenschafter hier un­kom­­mentiert verbreiten, wenn auch in etwas ungelenkem Deutsch: „Wir können keine rechtsextremen Tendenzen in unserem Dachverband er­ken­­nen. Die ständige Wiederholung dieser Anschuldigungen [...] machen jene nicht ‘wahrer’.“

Der Prozess gegen das Aktionsbüro Mittelrhein

Seiner Meinung nach sei das Aktionsbüro Mittelrhein (ABM) eine „Bürgerinitiative“, von Straftaten sei ihm nichts bekannt und er habe auch keine begangen. Dies ließ einer der Angeklagten im laufenden Prozess gegen das ABM durch einen seiner Anwälte verlesen. Nachfragen wollte er dann keine mehr beantworten.

Bandportrait: Breakdown

Mit ihrer fast zehnjährigen Existenz ist Breakdown die dienstälteste rheinland-pfälzische RechtsRock-Band. Obwohl es in letzter Zeit auf musikalischer Ebene etwas ruhiger um die Gruppe geworden ist, kann von Auflösungstendenzen keine Rede sein. Aber auch jenseits der Band sind die Mitglieder in der neonazistischen Szene aktiv.

Das europäische „Hammerfest“ in Toul/Frankreich

Bis zu 1.500 Neonazis trafen sich am 3. November 2012 abends in Toul im Nordosten Frankreichs beim europäischen „Hammerfest“. Bei dieser zentralen, jährlich stattfindenden Veranstaltung der „Hammerskins“ in Europa traten sieben Neonazi-Bands aus Deutschland, Ungarn und Griechenland auf.

Neue Strategie und Erscheinungsform der extremen Rechten

Frankfurt/Main, 30. Oktober 2012: Bei der Eröffnung der städtischen „Interkulturellen Wochen“ tauchen plötzlich drei junge Männer mit Masken auf. Sie fuchteln mit selbst gebastelten Schildern herum, hüpfen zur Musik aus einem tragbaren CD-Player durch den Saal und werden dann von einigen Besucher_innen aus der Veranstaltung gedrängt. Auf Facebook wird der Auftritt als „erste Aktion der Identitären Bewegung“ in Deutschland bejubelt.

Die Neonaziszene im Ruhrgebiet nach dem Verbot

Das NRW-Ministerium für Inneres und Kommunales hatte nach längerer Vorbereitung am 23. August das Verbot dreier Neonazi-Gruppierungen durchgesetzt: Die Kameradschaften in Dortmund, Hamm und Aachen wurden nach dem Vereinsgesetz verboten. Nur wenig später reorganisierten sich die Dortmunder und Hammer Neonazis in der Worch-Partei Die Rechte. Ist nun alles wieder beim Alten?