Artikel aus dem Ressort Rezension

„Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit ist ein neues und einflussreiches rechtes Netzwerk aus Stiftungen, Vereinen, Medien und Kampagnen in Deutschland herangewachsen“, heißt es im Werbetext für das im März erschienene Buch „Das Netzwerk der Neuen Rechten.

Der Sammelband „Antifaschistische Pädagogik“ versammelt einige Referent_innen einer Tagung im Frühjahr 2017 an der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg und einige weitere Autor_innen.

„Haymatlos“ — ein Begriff, der in den 1930er Jahren durch jüdische Geflüchtete in die türkische Sprache getragen wurde — beschreibt die Gefühle in der postmigrantischen Gesellschaft.

Der Traum rechtsgerichteter Kriminalisten von der „endgültigen Abschaffung der Kriminalität“ kostete während des Nationalsozialismus vielen tausend Menschen das Leben; als „Asoziale“, politische Gegner oder Homosexuelle wurden sie von der Kriminalpolizei verfolgt, die sich aber auch eifrig bis federführend an der Vernichtung von Jüdinnen, Juden, Sinti_ze und Rom_nja beteiligte.

Ewald Ochel (1875-1957) war ein kommunistischer Aktivist, der Ende der 1940er Jahre seine Erinnerungen an seine „Kampfzeit“ zwischen 1914 und 1921 aufschrieb.

Vor dem Hintergrund des Wahlerfolgs von Trump in den USA sowie dem auch unter Erwerbslosen oder Arbeiter_innen wachsenden Zuspruch für Parteien wie die AfD entwickelte sich eine Debatte über Klasse, soziale Ungleichheit und die Versäumnisse der Linken in der Vergangenheit.

Der vorliegende Band basiert auf dem jährlichen Kolloquium des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung aus dem Jahr 2017. Vor dem Hintergrund der globalen Rechtsentwicklung fragen die Autor_innen nach Herausforderungen und neuen Perspektiven für die kritische Rechtsextremismusforschung.

Bekannt ist die Agentur für soziale Perspektiven (ASP) durch die Herausgabe der „Versteckspiel“-Broschüre, in der ständig aktualisiert über Symbole, Codes und Lifestyle der extremen Rechten informiert wird. Mit „Grauzonen — Rechte jugendliche Lebenswelten“ widmete sich in den letzten Jahren darüber hinaus ein ASP-Projekt mit den inhaltlichen und strukturellen Schnittstellen zwischen extrem rechten, rechten und vermeintlich unpolitischen Szenen und Milieus.

Gegnerforschung im Sicherheitsdienst der SS

„Erkennen — Erfassen — Bekämpfen. Gegnerforschung im Sicherheitsdienst der SS“ heißt die gerade erschienene Studie von Stefanie Steinbach. Titel, Klappentext und Einführung wecken Interesse: Wie tickten diejenigen jungen Akademiker, die sich im Sicherheitsdienst der NSDAP der Gegnerforschung widmeten?

Der Rechtsruck in Deutschland und die AfD

In dem neu erschienenen, handlichen Sammelband beleuchten die Autor*innen aktuelle Entwicklungen in der AfD und die Dimensionen des aktuellen gesellschaftlichen Rechtsrucks. Die politische Werdung der AfD wird vom Herausgeber Alexander Häusler in sieben Phasen unterteilt und als „völkische Radikalisierung einer Wutbürger-Partei“ beschrieben.