Artikel aus dem Ressort Schwerpunkt

Zum institutionellen Rassismus im deutschen Polizeiapparat

Obwohl nicht nur von Menschenrechtsorganisationen, sondern auch von der UN Rassismus in der deutschen Polizei benannt wird, wird sich an den behördlichen Praktiken in naher Zukunft kaum etwas ändern. Eine Kritik am institutionellen Rassismus.

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Polizei als politische Akteurin des autoritären Wandels

Nicht erst seit dem G20-Gipfel scheinen kritische und bürgerrechtlich orientierte Perspektiven auf Polizei und polizeiliche Praktiken in die Defensive geraten zu sein. In den vergangenen zwei Jahren avancierte die „Innere Sicherheit“ zu einem zentralen und die Wahlkämpfe dominierenden Politikfeld. Autoritäre Positionen und Praktiken haben zunehmend an Bedeutung gewonnen.

Grenzüberschreitende Kooperationen der deutschen Neonazi-Szene

Verschiedene Spektren der extremen Rechten arbeiten grenzüberschreitend in Europa zusammen, sei es auf Parteienebene im Europaparlament oder im subkulturellen Bereich in der RechtsRock-Szene. Auch Neonazi-Strukturen wie „Die Rechte“ und „Der III. Weg“ aus Deutschland pflegen Kontakte ins europäische Ausland.

Europapolitische Ideologie und Praxis der „Identitären“

Die „Identitäre Bewegung“ (IB) gibt sich popkulturuell, medienaffin und proeuropäisch. Die Zusammenarbeit zwischen Aktivist_innen verschiedener europäischer Länder wird dabei als „Multikulturalität“ dargestellt. Die „Identitären“ vertreten jedoch eine völkische und exklusive Auffassung von Europa, in der Gewalt gegen ethnische Minderheiten und alle, die nicht zum „Volk“ gehören, angelegt ist. Sie versuchen diesen Worten auch Taten folgen zu lassen.

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Treffen der europäischen Rechtsaußen in Koblenz.
Europas rechte Mitte

Extrem rechte, rechtspopulistische und nationalkonservative Parteien haben sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu einem einflussreichen Faktor der europäischen Politik entwickelt. Von einem Rechtsruck kann dabei keine Rede sein. Schritt für Schritt haben sie politisches Terrain erobert, das zuvor von demokratischen Parteien aufgegeben oder nicht entschieden genug verteidigt wurde.

Die extreme Rechte und Europa

Immer wieder heißt es, die extreme Rechte sei „antieuropäisch“ eingestellt. Nichts könnte falscher sein. Zwar trifft es zu, dass die extreme Rechte die „Europäische Union“ in ihrer heutigen Form ablehnt und sie rückbauen oder gar ganz beseitigen will. Doch hat sie gleichzeitig durchaus eigene Vorstellungen von Europa entwickelt, die nach dem Zweiten Weltkrieg zuweilen mit dem Begriff „Nation Europa“ bezeichnet wurden und heute vor allem als „Europa der Vaterländer“ beschrieben werden. Auch hat sie „Europa“ immer wieder ideologisch überhöht — zuletzt etwa als „Abendland“.

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Peter Salber alias "Hackepeter" (l.) und Julian Fritsch alias "Makss Damage" (r.) beim "Rock gegen Überfremdung" 2016.
16 Bars für Führer, Volk und Vaterland

Obwohl in Deutschland seit 14 Jahren NS-Rap praktiziert wird, dauerte es verhältnismäßig lange, bis sich die Musikrichtung auch in der extrem rechten Jugendkultur verankern konnte. Seit 2015 ist ein Wendepunkt zu erkennen, der NS-Rap trat aus seinem Nischendasein. Das ist allen voran dem Rapper „Makss Damage“ aka Julian Fritsch geschuldet.

Die Band „Smart Violence“

In den vergangenen Jahren erfreuten sich RechtsRock-Bands, die sich stilistisch an Metalcore und Hardcore orientierten, einer großen Beliebtheit in der Szene. Die nordrhein-westfälische Band „Smart Violence“ hält hingegen weiterhin den Skinhead-Kult hoch und möchte zurück zu den angeblichen „glory days of R.A.C.“ Ihre Songtexte drehen sich aber nicht nur um den „Skinhead Way of Life“, sondern sind ebenso deutliche Bekenntnisse zur neonazistischen Ideologie.

Foto: Fotoservice Thüringen
Besucher des Rechtsrock-Konzertes "Rock gegen Überfremdung" 2016.
Jugendkulturen in der extremen Rechten

Unter Jugendlichen ist immer mehr ein Sampeln unterschiedlichster jugendkultureller Elemente festzustellen. Klassische Jugendkulturen lösen sich zunehmend auf, klare Zuordnungen sind oftmals nicht möglich. Jugendkulturelle Identitätsentwürfe sind in Bewegung. Dies betrifft auch die extreme Rechte: „Skinhead“, „Autonomer Nationalist“ oder „Stino“ — was funktioniert für die Szene?

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Zwischen Hpüfburg und Bierbank: Martin Böhne von "Sturmwehr" beim "Thüringentag der nationalen Jugend" 2016.
Die RechtsRock-Szene zwischen Stagnation und Professionalisierung

RechtsRock gilt als eines der wichtigsten Ausdrucks- und Kommunikationsmittel der extremen Rechten in „jungen Jahren“. Welche Bedeutung hat die Musik aktuell noch für die neonazistische Szene? In diesem Artikel werden einige Schlaglichter auf den derzeitigen Zustand der RechtsRock-Szene geworfen und insbesondere das Geschehen in NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz unter die Lupe genommen.