Artikel aus dem Ressort Schwerpunkt

Interview mit der Autorin Nicole Selmer

Zur Bedeutung von Homophobie in Fußball-Fanszenen sprachen wir mit der Hamburger Journalistin und Autorin Nicole Selmer, selbst Fan von Borussia Dortmund. Sie schreibt zu Fankultur, Fußball, Antidiskriminierung und Politik, unter anderem für das österreichische Fußballmagazin ballesterer, und engagiert sich im Netzwerk „F_in Frauen im Fußball“.

Zuwanderung und antiziganistische Hetze

Im Kontext der Ausdehnung des Freizügigkeitsabkommens auf Bulgarien und Rumänien ab 2014 geistern Schreckensbilder unkontrollierbarer Armutseinwanderung aus Südosteuropa in Deutschland umher. Dabei geraten besonders zugewanderte Roma in das Zielfeuer rassistischer Hetze. 

Reaktionen auf die Zuwanderung in Duisburg

Mit dem Begriff „Problemhaus“, wahlweise auch „Roma-Haus“, wird in Duisburg seit einiger Zeit ein siebenstöckiges Gebäude „In den Peschen“ im Stadtteil Bergheim assoziiert. Wie ist es dazu gekommen? Hintergründe zu den Geschehnissen der letzten Monate rund um dieses Haus. 

Interview mit Antifas aus Duisburg

Im Sommer 2013 verschärfte sich die Situation rund um das Haus „In den Peschen“ in Duisburg erheblich. Da rassistisch motivierte Übergriffe auf das Haus befürchtet wurden, gründete sich eine Nachtwache, an der Personen aus unterschiedlichen antifaschistischen und antirassistischen Zusammenhängen beteiligt waren. Wir sprachen mit Mitgliedern der „Initiative gegen Duisburger Zustände“ über ihre Erfahrungen.

Auswirkungen neonazistischer Raumnahme

In der Linken gehört der Begriff „Freiraum“ schon lange zum Diskurs; „Freiräume“ werden immer wieder mit Nachdruck gefordert. Der Begriff dürfte tatsächlich für die meisten Menschen etwas Positives bedeuten: ein Raum, in dem vieles möglich ist, der gefüllt werden und in dem man sich entfalten kann. Was aber, wenn auch Nazis „Freiräume“ fordern – oder sie gar schon zur Verfügung haben? Was sind solche Freiräume? Und was bedeuten sie für die Neonazis einerseits, für potenziell von ihnen Betroffene andererseits?

Der Umgang von Betroffenen mit Orten rechter und rassistischer Gewalt

Die Ausstellung „Berliner Tatorte“ der Berliner Beratungsstelle für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt „ReachOut“ zeigt Fotos von alltäglichen Orten: einen Straßenzug mit Cafés, den Eingang zu einer U-Bahn-Station oder ein Mehrfamilienhaus. An diesen Orten wurden Menschen aus rassistischen und rechten Motiven angegriffen. Hintergrund dieses Artikel ist ein Gespräch, das die Autorin mit Sabine Seyb, einer Mitarbeiterin von ReachOut, über die Intention der Ausstellung und über Bezeichnungen für „diese Orte“ führte.

Bedeutung, Strategie und Praxis extrem rechter Raumaneignung

Von jeher war die Existenz gesellschaftlicher Freiräume für die Entwicklung politischer Bewegungen entscheidend. Unter Freiräumen versteht die Bewegungsforschung soziale Orte wie Jugendzentren, Wohngemeinschaften oder Treffpunkte, in denen die Utopien politischer Bewegungen als zeitlich oder territorial begrenzte neue Ordnung ohne staatliche Eingriffe ausprobiert und vorweggenommen werden können.

Eine gendersensible Betrachtung von Distanzierungsprozessen

Welche Rolle spielt die Geschlechtszugehörigkeit im Prozess der Distanzierung von der extremen Rechten? Sicher ist, dass die Bedeutung von Geschlecht nicht als alleinige Erklärung herangezogen werden kann. Sicher ist aber auch: der Gender Gap macht vor der Auseinandersetzung mit Distanzierungsverläufen nicht halt.

Ausstiegshilfe vom Geheimdienst

Seit 2001 verfügt das Land NRW über ein Aussteigerprogramm für Neonazis. Das „HelpLine – aktiv gegen Rechts“ genannte Programm wird seitdem von den Innenministern als wirkungsvolle Maßnahme im Kampf gegen Rechts verkauft. Doch der Erfolg ist zweifelhaft und die Anbindung von Ausstiegshilfe an den Inlandsgeheimdienst Verfassungsschutz grundfalsch. Trotzdem wird das Programm massiv ausgebaut.

Die heikle Frage des Umgangs mit ausstiegswilligen Neonazis

Immer wieder wenden sich Neonazis, die sich von der Naziszene distanzieren, an Antifa-Gruppen. Auch wenn kein direkter Kontakt vorliegt, müssen sich Antifaschist_innen zu (angeblichen) Austeiger_innen positionieren. Beide Situationen erfordern komplexe Entscheidungen. Wie können und wollen Antifaschist_innen damit umgehen?