Internet

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Online-Medienprojekte aus der Neonazi-Szene

„Volksfront Medien“ (VFM) war 2006 ein Vorreiter-Projekt bei der Produktion von Internetvideos aus der Neonazi-Szene. Seitdem hat sich die Szene in diesem Bereich weiter professionalisiert, neue Online-Projekte sind entstanden.

Mit Volksfront Medien ging 2006 eines der ersten semiprofesionellen neonazistischen Medienportale an den Start. Das Projekt wurde im „nationalen Wohnprojekt“ von dem Szeneaktivisten Marcel Wöll in Butzbach-Hochweisel gegründet und sollte in den kommenden Jahren der Neonazi-Szene einen spürbaren Modernisierungsschub geben.

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Die „Identitären“ bei „Instagram“

Selbstdarstellerisch, oftmals übertrieben und vor allem extrem beliebt — Instagram feiert Erfolge wie zuvor nur Facebook. Der 2010 gegründete Online-Dienst ermöglicht es seinen Nutzer*innen, Fotos und kurze Videos hochzuladen und diese mit Hashtags oder Kommentaren zu versehen. Gerade in der Zielgruppe der unter 30-Jährigen ist Instagram, das 15 Millionen deutsche Accounts aufweist, äußerst beliebt. Die „Identitären“ nutzen den Dienst mit großem Erfolg.

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„YouTube“ als Plattform extrem rechter AktivistInnen

Die Video-Plattform „YouTube“ hat für die Online-Strategien der extremen Rechten hohe Bedeutung. Nahezu sämtliche extrem rechten Organisationen und Zeitschriften betreiben auf der Plattform eigene Kanäle. Immer mehr Rechte fühlen sich zudem dazu berufen, als „YouTuber“ selbst regelmäßige Videos zu veröffentlichen.

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Politisches Trolling von rechts

Rechte Aktivist_innen nutzen seit Jahren diverse Trollingtechniken, um Diskurse in öffentlichen Debatten zu platzieren. Sie versuchen durchaus erfolgreich, die Algorithmen der sozialen Netze so zu beeinflussen, dass ihre Themen sichtbar werden.

Eine Einleitung in den Schwerpunkt

Nach mehr als zwölf Jahren wieder ein Schwerpunkt über das Internet und die extreme Rechte? Es wurde Zeit, denn seither hat sich das Internet und seine Nutzung stark gewandelt. Schon der Titel unserer Ausgabe #23 verdeutlicht dies: „Bits, Bytes, Neonazis?“ nannten wir den Schwerpunkt damals. Und obwohl auch 2006 schon in Gigabytes gerechnet wurde, war von „Big Data“ im allgemeinen Sprachgebrauch noch ebenso wenig die Rede wie von Facebook.

11. August 2011 | nrwrex

MINDEN/BAD OEYNHAUSEN – Der Gastcomputer steht in den USA, die Urheber wohnen um die Ecke: Rechtsradikale aus Minden und Umgebung melden sich verstärkt im Internet zu Wort, berichtet das Mindener Tageblatt. Holocaustleugner, Volksverhetzer und Verschwörungstheoretiker seien dort zugange. Nach Ermittlungen des AKE-Bildungswerkes in Vlotho reiche die braune Netz-Szene schon bis in die Bad Oeynhausener Geschäftswelt. Deutsche Ermittlungsbehörden hätten sich bislang machtlos gezeigt. Zum Bericht:

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11. April 2011 | nrwrex

Koblenz – In einem Prozess wegen Volksverhetzung sind vor dem Landgericht Koblenz die Urteile gesprochen worden: Neun der 18 Betreiber eines Neonazi-Radiosenders im Internet müssen mehrere Jahre in Haft, der Rest erhielt Bewährungsstrafen. Angeklagt waren auch sechs Neonazis aus Nordrhein-Westfalen. Die Koblenzer Rhein-Zeitung und der Südwestrundfunk berichten:

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26. Februar 2010 | nrwrex

Bochum – Um „Medienklischees zu entkräften und niedrigschwellig für die eigene Sache zu werben“, sollen die NPD-Mitglieder auf nett machen und in den sozialen Netzwerken im Internet Wahlkampf machen, ohne gleich mit der Tür ins Haus zu fallen – also ohne offen das Label NPD vor sich her zu tragen.

Die Parteizeitung „Deutsche Stimme“ (DS) legt den NPD-Mitgliedern in ihrer aktuellen Ausgabe diese Strategie ans Herzen, und just jenen Bericht empfiehlt der NRW-Landesvorstand nun zur besonderen Lektüre.

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