Rassismus

Foto: Michael Trammer/24mmjournalism
Rassistische Mobilisierungen und Wahlerfolge der AfD

Ob Cottbus oder Chemnitz, Köthen oder Dresden: Seit dem Spätsommer lässt sich in Ostdeutschland eine neue Phase rassistischer Mobilisierungen beobachten. Zahlreich sind die Beispiele, die zeigen, dass zwischen der AfD im Osten, ihrem aggressiven „Wutbürger“-Umfeld und demharten Kern der Neonazi-Szene alle Schranken gefallen sind. Sprektrenübergreifend wähnt man sich rechtsaußen am Vorabend einer völkischen Revolte.

Der Prozess wegen eines Brandanschlags auf Geflüchtete in Porta-Westfalica

Mit extrem rechten Einstellungen wollten die vier Angeklagten nichtszu tun haben, die wegen eines Anschlags auf eine Geflüchteten-Unterkunft vor Gericht standen und kürzlich vom Landgericht Bielefeld verurteilt wurden. Man sei unpolitisch und habe lediglich „ein Zeichen“ setzen wollen. Das Gericht wertete die Tat als gemeinschaftlich begangene schwere Brandstiftung.

Normalitäten und rassistische Kontiunitäten der "deutschen Mitte"

Durch den Brandanschlag auf ein von syrischen Geflüchteten bewohntes Haus in der sauerländischen Kleinstadt Altena (Märkischer Kreis) und das daraufhin folgende Strafverfahren erhielt die Debatte um den Rassismus der „deutschen Mitte“ neues Futter. Eindrucksvoll kristallisierte sich heraus, dass Rassismus kein extrem rechtes Rand-, sondern ein in allen gesellschaftlichen Schichten verankertes Alltagsphänomen ist.

Zur Geschichte und Wirkungsmacht eines polemischen Begriffs

Ein Blick auf die Ideologiegeschichte des „Abendlandes“ zeigt, dass sich der Begriff mit Antikommunismus ebenso füllen lässt, wie mit antiwestlichen Ressentiments, Kulturpessimismus und Kritik an der Moderne oder mit Rassismus und Islamfeindschaft.

Auseinandersetzungen um Firmen-Logo offenbaren Alltagsrassismus

Im Frühjahr hatte ein lange kritisiertes rassistisches Firmenlogo in Mainz zum ersten Mal für viel Aufsehen gesorgt. Kritiker_innen geht es dabei um eine Auseinandersetzung mit Alltagsrassismus, der sich in dem Logo widerspiegelt. Ein Blick auf die Entwicklung und Hintergründe.

Racial Profiling als Prinzip rassistischer Polizeigewalt

Neuerdings häufen sich Berichte von organisiertem Widerstand gegen rassistische Polizeikontrollen: von der Selbstorganisierung von Hamburger Jugendlichen und ihren Familien in Altona-Altstadt über Proteste in Offenbach bis hin zu wochenlangen Spontandemonstrationen gegen die auf sogenannte „Lampedusa-Flüchtlinge“ abzielenden rassistischen Polizeikontrollen in Hamburg. Die Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt unterstützt in Berlin Betroffene von Racial Profiling und dokumentiert die Folgen und Dimensionen dieser polizeilichen Praxis.

Interview mit Mitat Özdemir und Dr. Ayla Güler-Saied

Am 9. Juni 2004 explodierte auf der Köln-Mülheimer Keupstraße eine Nagelbombe, die 22 Menschen zum Teil schwer verletzte. Der NSU hat sich Jahre später zu der Tat bekannt. Mitat Özdemir ist Vorsitzender der „Interessensgemeinschaft Keupstraße“. Dr. Ayla Güler-Saied ist Migrationsforscherin. Beide arbeiten in einer Initiative mit, die im Frühjahr mehrere gut besuchte Veranstaltungen auf der Keupstraße organisierte.

7. August 2012 | nrwrex

Dortmund -  Eine 20-jährige Schwarze Frau und ihre Begleiterin wurden in der Nacht zum Sonntag im Dortmunder Hauptbahnhof von einem Paar mit Schlägen und Tritten attackiert. Die 20-Jährige wurde dabei schwer verletzt. Die Polizei   vermutet aufgrund des  "szenetypischen Aussehens" der TäterInnen und des Tathergangs einen rassistischen Hintergrund.

Die Ruhrnachrichten berichteten.

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6. Dezember 2011 | nrwrex

GLADBECK – Rassistische Äußerungen von Mitgliedern der Gladbecker Freiwilligen Feuerwehr im Internetportal Facebook werden weit reichende Folgen für die Beteiligten haben. Das kündigte Bürgermeister Ulrich Roland einem Bericht des WAZ-Internetportals „derwesten.de“ zufolge an. „Es sind nicht akzeptable, unerträgliche rassistische Äußerungen über türkischstämmige Bürger unserer Stadt gefallen.“ Auszüge der Facebook-Diskussion waren lokalen Medien und einer Ratsfraktion bekannt geworden. Anzeige wurde unter anderem wegen Volksverhetzung erstattet.

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5. Juli 2011 | nrwrex

Aachen – Der von Willibert Kunkel geführte Aachener Kreisverband der NPD ist bisher nicht durch gewichtige Beiträge zur Programmatik oder Strategie der Partei aufgefallen. Jetzt macht man sich dort Gedanken über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der NPD auf der einen sowie „Rechtspopulisten“ und „Konservativen“ auf der anderen Seite.

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