Artikel von Carl Kinsky

Foto: Olaf Kosinsky
Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD)
Der Koalitionsvertrag der Ampel

Die geplanten Reformen der neuen Koalition dürften das Leben in Deutschland in mancherlei Hinsicht etwas angenehmer machen. Schön wird es dadurch noch lange nicht.

Die Graphic Novel erzählt die Geschichte der alleinerziehenden Mutter Eleni, die sich gemeinsam mit ihrem Alt-68er Freund Rudi entschließt, den Wahlkampf der AfD aufzumischen. Dafür greifen sie auf klassische Taktiken einer Kommunikationsguerilla zurück. Sie überkleben Wahlplakate, ändern Wahlbotschaften ab und verstreuen Vogelfutter auf die Bundesgeschäftsstelle der AfD, damit diese von Vögeln zugekotet wird. Zwischendurch werden sie dafür zur Zielscheibe neonazistischer Gewalt aus dem Umfeld der AfD.

100 Jahre Pogrom von Tulsa

Vom 31. Mai bis 1. Juni 1921 überfiel die weiße Bevölkerungsmehrheit das Schwarze Viertel in der US-amerikanischen Stadt Tulsa. Mit staatlicher Duldung wurde das Greenwood-Viertel geplündert und nahezu komplett zerstört, bis zu 300 Menschen wurden getötet und hunderte verletzt. Das Pogrom wurde über Jahrzehnte verschwiegen und vertuscht, bis die Opfer, ihre Nachfahren und antirassistische Aktivist*innen Aufarbeitung und Gerechtigkeit einforderten.

Foto: NearEMPTiness (CC BY-SA 4.0)
Markus Krall (links) auf der Frankfurter Buchmesse 2019.
Die eigennützige und antidemokratische Politik rechter Finanzakteure

Seit Jahren arbeiten (extrem) rechte Akteure aus der Finanz- und Edelmetallbranche daran, ihr gesellschaftliches Profil zu erweitern. Sie beschwören apokalyptische Untergangsszenarien, die den Verlust von Privatvermögen und der bürgerlichen Freiheit durch eine finstere internationale Verschwörung vorhersagen, um zugleich ihre eigenen Finanzdienstleistungen zu bewerben. Vermeintliche Finanzexpertise, autoritäre Politikvorstellungen, Rassismus und Sexismus erweisen sich als potente Mischung, welche durch die Corona-Krise zusätzlich begünstigt wird.

Foto: Screenshot YouTube
Nina Megre zusammen mit Konstantin Kirch auf der Frankfurter Buchmesse 2018
Die „Anastasia-Bewegung“ in Hessen

Im ländlichen Raum Nordhessens haben in den letzten Jahren AnhängerInnen der „Anastasia-Bewegung“ als „Familienlandsitze“ benannte Siedlungsprojekte gegründet. Dabei handelt es sich um Strukturen einer zutiefst rassistischen und antisemitischen rechtsesoterischen Bewegung.

Foto: Beobachternews
Die mediale Selbstinszenierung des rechten YouTubers Henryk Stöckl

Der 25-Jährige Immobilienkaufmann Henryk Stöckl aus dem Großraum Frankfurt buhlt wie zahlreiche andere AfD-nahe „YouTuber“ um die Gunst eines wachsenden reaktionären Publikums auf der Suche nach ihren ideologischen Überzeugungen gemäßen „Nachrichten“.

Die „Hessen Depesche“ als Schnittstelle der konservativen und extremen Rechten

Mit ihrem blauen Bembel und dem Hessenlöwen geriert sich die „Hessen Depesche“ als harmlose Lokalnachrichtenseite — tätigt man allerdings ein paar Klicks, stößt man schnell auf reißerische Überschriften, ungekennzeichnete Werbebeiträge und VertreterInnen der konservativen bis extremen Rechten.

Das rechte Netzwerk um Thorsten Schulte und „Pro Bargeld e.V.“

Mit seinem Buch „Kontrollverlust“ schaffte es der Verschwörungstheoretiker Thorsten Schulte auf die Bestsellerlisten in Deutschland und wurde zu einem gefragten Referenten für (extrem) rechte Medien und Parteien. Aus Querfrontbestrebungen in Frankfurt am Main wurde eine rechte Karriere zwischen Ich-AG und AfD.

Über den politischen Durchbruch extrem rechter Medien in den USA

Mit Donald Trump haben extrem rechte Medien einen ihrer Fans als Staatsoberhaupt. Ohne die Vorarbeit der „Tea Party“-Bewegung und großzügigen Geldgebern wäre ihr herbeigesehnter „Kulturkrieg” nicht im Weißen Haus angekommen.