Artikel aus dem Ressort Extreme Rechte

Foto: R. Geisheimer/attenzione
Björn Clemens am 6. Dezember 2006 als Strafverteidiger von Marco Gottschalk, Frontmann von "Oidoxie".
Der Düsseldorfer Rechtsanwalt Björn Clemens

Aktuell läuft vor dem Oberlandesgericht in Frankfurt am Main im Mordfall Lübcke der Strafprozess gegen die Neonazis Stephan Ernst und Markus Hartmann. Im Gegensatz zu Ernst suchte sich Hartmann Beistand im eigenen Lager: Der Düsseldorfer Rechtsanwalt Björn Clemens gilt als einer der umtriebigsten rechten Anwälte in Deutschland und ist Multi­aktivist der extrem rechten Szene.

Zum anstehenden Prozess gegen Franco A.

Der extrem rechte Bundeswehrsoldat Franco A. wird voraussichtlich ab Herbst vor Gericht stehen. Die Anklage wegen Vorbereitung eines terroristischen Anschlags musste erst von der nächsthöheren Instanz gegen das Gericht durchgesetzt werden.

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Foto: Screenshot: Arcadi Magazin
Screenshot: Autoren-Profil von Sander beim Arcadi Magazin
Der Bielefelder AfD-Sprecher Florian Sander unter der Lupe

Am 21. März 2020 hat die AfD Bielefeld Florian Sander zu ihrem neuen kommissarischen Kreissprecher gewählt. Ihm wird vorgeworfen, er vertrete sozialistische Positionen und ziehe Mitglieder aus dem linken Spektrum zur AfD. Grund genug, sich die Positionen Sanders, der ein umtriebiger Autor diverser extrem rechter Publikationen ist, genauer anzuschauen.

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Die Ratlosigkeit der extremen Rechten in der Pandemie

Nach einer anfänglichen Schockstarre ist die extreme Rechte bemüht, eigene Krisennarrative zu etablieren. Versuche, die Virusgefahr zu ethnisieren, scheiterten allerdings bisher weitgehend. Die interne Uneinigkeit zu Gefährlichkeit von und Umgang mit Corona trägt zum aktuellen Scheitern der Rechten bei.

Foto: Radio Dryeckland (CC BY-NC-SA 2.0 DE)
Entpolitisierung rechter Gewalt gegen linke Projekte

Von September 2018 bis Juli 2019 wurden im Rhein-Main-Gebiet zwölf Brandanschläge auf linke Projekte verübt. Dabei wurde der Täter zweimal erwischt und der Polizei übergeben, doch er kam jeweils am nächsten Tag frei. Die Ermittlungen waren geprägt von Versäumnissen und der Unfähigkeit der Behörden, die Taten politisch einzuordnen. Einiges deutet darauf hin, dass sie auch im bevorstehenden Prozess versuchen werden, den Täter und die Taten zu entpolitisieren.

Foto: Screenshot Facebook
Marko Gottschalk (r.) in der Kutte der "Brothers of Honour"
Zum Verbot von „Combat 18 Deutschland“

Der Vollzug des Verbotes von „Combat 18 Deutschland“ am 23. Januar 2020 bildet den Höhepunkt der Groteske, die sich im staatlichen Umgang mit dieser Struktur zeigt. Nachdem diese über Jahre von den Behörden ignoriert und klein geredet worden war, ist nun vor allem interessant, wer vom Verbot nicht betroffen ist.

Hohenstein im Rheingau-Taunus-Kreis

Der Neonazi Stephan Ernst wuchs im südhessischen Hohenstein auf und verübte in seiner Jugendzeit hier seine ersten rassistischen Anschläge. Damit war er nicht alleine: In der Gemeinde wurden oft Menschen, die als „Fremde“ wahrgenommen wurden, ausgegrenzt und angegriffen. Viel habe sich seit den frühen 1990er Jahren daran nicht geändert, berichtet eine ehemalige Hohensteinerin.

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Roger Beckamp (l.) mit Kameramann Christian Schäler
Das rechte Online-Angebot „FritzFeed“

Mit der neuen Online-Seite „FritzFeed“ soll die rechte Medienlandschaft um ein vermeintlich lustiges Angebot für eine junge Zielgruppe erweitert werden. Wer den Herausgeber und die Autor*innen recherchiert, stößt schnell auf Verbindungen zur AfD-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag – und zur „Identitären Bewegung“.

Foto: Screenshot YouTube
Nina Megre zusammen mit Konstantin Kirch auf der Frankfurter Buchmesse 2018
Die „Anastasia-Bewegung“ in Hessen

Im ländlichen Raum Nordhessens haben in den letzten Jahren AnhängerInnen der „Anastasia-Bewegung“ als „Familienlandsitze“ benannte Siedlungsprojekte gegründet. Dabei handelt es sich um Strukturen einer zutiefst rassistischen und antisemitischen rechtsesoterischen Bewegung.

Foto: Recherchenetzwerk Berlin
AfD-Mitarbeiter Nils Hartwig (r.) beteiligt sich am 21.12.2016 an einer Blockade-Aktion der "Identitären"
Die Mitarbeiter*innen der AfD im Landtag NRW

Bereits vor sechs Monaten berichtete LOTTA über die parlamentarischen Aktivitäten der AfD-Fraktion im Düsseldorfer Landtag. Nun richten wir unseren Blick auf die Mitarbeiter*innen der Fraktion und der Abgeordneten. Wer sind diese Personen, die meist nicht im Lichte der Öffentlichkeit stehen, sondern im Hintergrund die Arbeit der „Alternative für Deutschland“ im Landtag organisieren?