Bruderschaft Deutschland

Die „Schwesternschaft Deutschland“ aus NRW

Am 10. November 2019 gründete sich die „Schwesternschaft Deutschland“ (SSD), die sich als „Kameradschaft“ von Frauen versteht und gemeinsam mit ihren „Brüdern“ von der extrem rechten „Bruderschaft Deutschland“ (BSD) gegen die „unerträglichen Zustände im Land“ kämpfen will. Die Gründung der SSD ist nicht nur ein Versuch, dem martialischen Auftreten der BSD einen weicheren Glanz zu verleihen, sondern auch Möglichkeitsräume für weiblichen rechten Aktivismus zu schaffen.

Foto: @korallenherz
Die „Bürgerwehr“ zum Gruppenfoto am 27.08.2019 in Herne.
Noch eine extrem rechte „Bürgerwehr“ in NRW

Seit 2016 scheint in NRW die Bildung extrem rechter „Bürgerwehren“ auch außerhalb klassischer Neonazi-Strukturen und deren propagandistisch motivierten „Schutzzonen“-Kampagnen immer beliebter zu werden. Seit Frühjahr 2018 laufen die „Steeler Jungs“ jeden Donnerstagabend durch Essen-Steele. Auch in anderen Städten haben sich nach und nach vergleichbare Konstellationen gebildet. Im August 2019 schlossen sich dann in Herne rechte Akteur*innen zusammen, um es ihnen gleichzutun.

Ralf Nieland (Bildmitte) am 17. November 2018 - kurz vor seinem Angriff auf Gegendemonstranten
Ein Überblick über das Treiben der „Bruderschaft Deutschland“

Mit der „Bruderschaft Deutschland“ (BD) ist in Düsseldorf und im Düsseldorfer Umland eine extrem rechte Gruppierung aktiv, die als „Spaziergänge“ oder „Streifzüge“ deklarierte Patrouillen mit bis zu 40 Personen durchführt. Dabei versteht sie sich als eine Art „Schutztruppe“ für angeblich durch Gewalt bedrohte Deutsche.